schneller, besser, sicherer
PDF/X-4 Revolution statt Evolution.

Eine reißerische Überschrift?

Ganz und gar nicht. Tatsächlich ist PDF/X-4 viel mehr als nur die Weiterentwicklung eines etablierten Standards. Die Druck- und Medienindustrie setzt seit einigen Jahren PDF/X-1a und PDF/X-3 erfolgreich zur sicheren Datenübertragung ein. Lesen Sie warum PDF/X-4 diesen Erfolg nochmals übertreffen wird.

  1. PDF/X-3 ist gut – aber auch gut genug?
  2. Problem Transparenz-Reduzierung
  3. Lösung ISO-Norm 15930-7: PDF/X-4
  4. Die Revolution ist nicht nur sicher, sondern auch einfacher


1. PDF/X-3 ist gut – aber auch gut genug?

Transparenzen, wo man hinsieht. Moderne Layoutprogramme strotzen vor neuen Möglichkeiten, Transparenzeffekte anzuwenden. Neben rein optischen Effekten können Transparenzen aber auch sinnvoll zur Informationsführung einer Dokumentation eingesetzt werden. Kaum ein Layout kommt heutzutage ohne Transparenzen aus.

PDF/X-1a und PDF/X-3 unterstützen aber keine Transparenzen. Daher muß während der PDF-Erzeugung eine sog. Transparenz-Reduzierung (flattening) stattfinden. Technisch sind die Mechanismen zur Transparenz-Reduzierung mittlerweile recht ausgereift, so dass eine sichere Produktion durchaus gewährleistet ist. Man nimmt dadurch jedoch auch einige Nachteile in Kauf.


2. Problem Transparenz-Reduzierung

Kachel.jpg Nach einer Transparenz-Reduzierung ist nichts mehr so wie es war. Die Einzelbestandteile des Layouts wurden zerlegt, das PDF ist „gekachelt“. Eine unangenehme Eigenheit dieser Kachelung ist u.a., dass sich Bilder nicht mehr als Ganzes im PDF befinden. Eine nachträgliche Bearbeitung in Photoshop ist unmöglich.

outline.jpg Der Umgang mit Transparenzen erfordert schon während der Layoutphase erweitertes Spezialwissen. Eine Grundregel besagt z.B., dass Textrahmen wenn möglich über Transparenzen platziert werden sollen. Wird dies nicht berücksichtigt kann es im PDF dazu führen, dass Text nicht mehr als Text vorliegt, sondern in outlines konvertiert wurde. Auch hier ist eine spätere Textkorrektur unmöglich. Das Todesurteil für Last-Minute-Korrekturen.

Linien.jpg Ein Effekt, der immer noch für Unsicherheit und Überraschungen sorgt, sind die berühmt-berüchtigten weißen Linien im PDF. Auch wenn es sich hierbei lediglich um einen Darstellungsfehler im Acrobat handelt, führt dies doch immer wieder für unnötige Diskussionen. Besonders ärgerlich ist das bei einer Druckfreigabe auf PDF-Basis.

Eine weiterer Nachteil ist der sog. Transparenz-Reduzierungsfarbraum. Dieses Wortungetüm besagt, dass im Layoutprogramm nach der Transparenz-Reduzierung nur noch ein Farbraum existiert, entweder RGB oder CMYK – aber nicht beides gleichzeitig. Die Umsetzung eines medienneutralen Workflows ist somit unmöglich. Besonders schwer wiegt dieser Nachteil, da er die zunehmende Verbreitung der Bildbearbeitung im RGB behindert. Die Vorteile einer medienneutralen Bildbearbeitung werden nicht optimal umgesetzt.

Ein größeres Datenvolumen durch Neuberechnung und Kachelung von Objekten sowie eine sehr komplexe Datenstruktur machen in der Produktion immer wieder Probleme. So sind viele Farblaserdrucker aber auch suboptimal konfigurierte Proofsysteme nicht in der Lage, den speziellen Datenbestand mit DeviceN und weiß überdruckenden Elementen korrekt darzustellen.

Und auch die Druckerei steht mitunter vor ungeahnten Problemen, wenn solche komplexen Bitmap-Vektor-Objekte getrappt oder konvertiert werden sollen. Die Umwandlung von Sonderfarben zu CMYK kann u.U. zu unvorhergesehenen Ergebnissen führen durch unterschiedliches Überdruckverhalten nach einer solchen Farbkonvertierung – nicht durch eine falsche Bedienung, sondern vielmehr durch die Restriktionen der PDF-Spezifikationen.


3. Lösung ISO-Norm 15930-7: PDF/X-4

Obwohl PDF/X-1a und PDF/X-3 jeden Tag erfolgreich eingesetzt werden, so sind die o.g. Probleme nicht nur rein theoretischer Natur, sondern tatsächlich präsent. In der Tat stammen die oberen Abbildungen aus einem PDF-Dokument von Adobe selbst, welches zur CS2 veröffentlicht wurde. Vielleicht sind Sie ja auch schon mal über das ein oder andere Phänomen gestolpert und fragten sich, ob das so sein muß.

Die Antwort auf diese Frage lautet definitiv „Nein“! Der Nachfolger PDF/X-4 macht nicht nur vieles besser, sondern auch noch viel einfacher. Die Weiterentwicklung der ISO-Norm erlaubt konsequenterweise auch Transparenzen. Damit sind viele Probleme wie weggeblasen, da eine Transparenz-Reduzierung nicht mehr zwingend notwendig ist. Ein PDF/X-4 mit erhaltenen Transparenzen hat eine schlanke Datenstruktur und auch ein kleineres Datenvolumen. Darstellungsprobleme gehören der Vergangenheit an und Last-Minute-Korrekturen an Text und/oder Bild sind wieder möglich, da das PDF nicht mehr gekachelt ist. Da Text auch Text bleibt, ist die Volltextsuche bei Internet-PDFs jederzeit garantiert. Unter anderem ist das eine wichtige Voraussetzung für die Archivierung von Daten auf PDF-Basis.

Und in letzter Konsequenz öffnet sich auch die Tür zum medienneutralen Workflow, da sowohl RGB als auch CMYK möglich sind. Die Kombination von medienneutralen RGB-Bildern und CMYK-Farben für Texte oder Logos ist kein Problem mehr. Das ist besonders wichtig bei der Verwendung von sog. Hausfarben gemäß einer CI-Richtlinie.


4. Die Revolution ist nicht nur sicher, sondern auch einfacher

PDF/X-4 macht alles besser. Aber nicht nur das, sondern die PDF-Erstellung ist nochmals einfacher als zuvor. PDF/X-4 wird nur noch per PDF-Export erzeugt. Der Distiller ist nicht mehr notwendig, da PostScript keine Transparenzen unterstützt. Damit entfallen tatsächlich viele Probleme der Vergangenheit:

  • keine Distiller-Konfiguration notwendig
  • keine Distiller-Startup-Dateien notwendig
  • keine PPD-Dateien notwendig
  • keine Distiller-Fontordner mehr aufräumen bzw. konfigurieren
  • keine Überschneidungen der joboptions aus InDesign und Distiller
  • keine Druckstile mehr notwendig, da nur noch PDF-Export
  • keine Neukonfiguration des Adobe-PDF-Druckers nach jedem Acrobat-Update notwendig (Windows)

In nur 3 Schritten fix und fertig:

Tatsächlich ist es so einfach, dass man es fast gar nicht beschreiben kann. Durch die vorgefertigten Ruth-PDF-Exportvorgaben für InDesign CS4 erstellen Sie ein PDF/X-4 in nur 3 Schritten bis zum Datenversand.

  1. Sie exportieren das PDF. Sie müsssen sich nur noch für die korrekte Ausgabebedingung coated oder uncoated entscheiden. Beim PDF-Export müssen Sie rein gar nichts mehr definieren. Noch nicht einmal die Seitengröße müssen Sie eingeben, da sich diese inkl. Schneidezeichen automatisch dem Layout anpasst. Einfacher geht es nicht.
    Im Zuge dieser Vereinfachung haben wir die bisherige Unterscheidung unserer joboptions in AM- und FM-Raster nicht weiter geführt. Da auch in der autotypischen Rasterung (AM) die Rasterfeinheit immer mehr zunimmt (Standard ist mittlerweile 80er Raster) ist eine Trennung bezgl. der unterschiedlichen Bildauflösungen nicht mehr sinnvoll.

  2. Sie prüfen das PDF/X-4 in Acrobat mit den vorgefertigten Preflight-Profilen. Der Acrobat Preflight prüft mit den Ruth-Profilen das PDF/X-4 auf viele hunderte technische Parameter. Das Ergebnis ist ein perfektes PDF/X-4 für den Druck.
    Dieses PDF/X-4 wird auch als PDF/X-plus bezeichnet, da es nicht nur der reinen ISO-Norm genügt, sondern auch auf weitere drucktechnische Parameter geprüft wurde, die die ISO-Norm nicht abdeckt, z.B. niedrig aufgelöste Bilder.

  3. Versenden Sie das geprüfte PDF/X-4 an Ruth Printmedien per e‑Mail oder FTP.
    So kommen Sie schnell und sicher zum perfekten Druckergebnis.

Nutzen Sie die Vorteile von PDF/X-4. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte nebenstehendem PDF. Alle notwendigen Einstellungen finden Sie wie immer kostenlos in unserem Downloadbereich.


Vertrauen Sie Ihrem kompetenten Druckpartner, der das Wort Printmedien bereits im Firmennamen trägt.

 
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