Mehr als nur CS
3
Das Update auf die Creative
Suite 3 beherrscht zur Zeit die Vorstufenthemen. Wir wollen
Sie mit diesem Newsletter über diese und weitere
Aktualisierungen in unserem Download-Bereich
informieren.
1.
PDF-Export aus InDesign CS 3
2.
Optimierte joboptions für Distiller
3.
Neues ECI-RGB-Farbprofil und angepasste Farb-Settings
Zum Ersten: PDF-Export aus InDesign CS 3
Wie schon bei Erscheinen von Acrobat 8, so ist
Ruth Printmedien auch bei InDesign CS 3 wieder einer der
Ersten, der angepasste Settings für die neue Programmversion
zur Verfügung stellt.
Aber Achtung: Adobe hat beim PDF-Export aus
InDesign CS 3 das Verfahren so geändert, dass grundsätzlich
immer alle Objekte im
PDF/X-3 mit einem Farbprofil getagged werden,
d.h. alle Texte und Bilder im PDF enthalten ein
ICC-Farbprofil. Das ist leicht in der Acrobat
Ausgabevorschau erkennbar, wenn Sie bei Anzeigen auf
"Kalibriert" umschalten und sich somit alle Objekte anzeigen
lassen, die entsprechend mit einem ICC-Farbprofil getagged
sind. Bei Bildern hat das den Vorteil, dass beim Editieren
über das TouchUp-Werkzeug in Photoshop das Bild mit dem
entsprechenden Profil geöffnet und angezeigt
wird.
Wenn Sie
mit konsistenten Farbeinstellungen arbeiten und beim
PDF-Export Ihre Bilddaten in den korrekten Ausgabefarbraum
transformieren, ist die neue Arbeitsweise von InDesign CS 3
kein Problem. Unsere neuen CS3-Exportvorgaben berücksichtigen diesen Umstand bereits. Sollten Sie sich
allerdings unsicher sein, dann empfehlen wir den Einsatz von
PDF/X-1a. Hier ist das Verhalten identisch zur
Vorgängerversion InDesign CS 2 und die Verwendung von
Farbprofilen ist per Definition nicht
möglich.
Alternativ können Sie natürlich auch den
konventionellen Weg PostScript und Distiller verwenden. Mit
unseren neuen optimierten joboptions erstellen Sie damit auch aus InDesign CS 3 technisch einwandfreie PDF-Dateien.
Mehr zu unseren neuen joboptions im nächsten
Abschnitt.
Zum
Zweiten: optimierte joboptions für Distiller
Mit der Einführung der Creative Suite 2 hat
Adobe die PDF-Exportvorgaben für InDesign augenscheinlich an
die joboptions vom Distiller angepasst.. Sowohl InDesign als
auch Distiller verwenden offensichtlich das gleiche
joboptions-Dateiformat. Oberflächlich betrachtet mag das
korrekt sein, aber durch die unterschiedlichen
Funktionsumfänge zwischen InDesign und Distiller waren die
joboptions zwischen beiden Programmen nie wirklich zu 100%
kompatibel. Ruth Printmedien hat daher von Anfang an
konsequent zwischen InDesign-Exportvorgaben und
Distiller-joboptions unterschieden. Unsere
InDesign-Exportvorgaben sind seit jeher an dem Anhang im
Dateinamen "_ID-CS2" zu erkennen, d.h. diese joboptions sind
ausschließlich für den Einsatz in InDesign
gedacht.
Diese
konsequente Trennung hatte jedoch zur Folge, dass die
joboptions doppelt vorhanden und vor allem in InDesign die
PDF-Exportvorgaben entsprechend unübersichtlich waren. Daher
wird es Sie freuen, dass mit unseren neuen optimierten
joboptions die Übersichtlichkeit erheblich verbessert
wurde, da die Distiller-joboptions nun nicht mehr in InDesign
zu sehen sind. Das bedeutet "freie Sicht" auf die
PDF-Exportvorgaben in InDesign.
Im
Distiller stehen natürlich die bekannten joboptions nach wie
vor zur Verfügung. Doch nicht nur das. Auch hier haben wir
weiter optimiert. Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass ein bisher unbekannter Fehler im Distiller mit unseren
neuen joboptions abgefangen wird. Bisher war es so, dass
unter ganz bestimmten Umständen die Bildneuberechnung des
Distillers nicht so gut funktionierte wie es sein sollte. Dies
war kein Fehler in unseren joboptions, sondern im Distiller.
Und obwohl auch im aktuellsten Distiller dieser Fehler nach
wie vor existiert, sind wir in der Lage, mit unseren neuen
joboptions diesen Fehler zu neutralisieren, so daß er sich
nicht auf die Qualität der distillten PDFs
auswirkt.
Gleichzeitig nutzen die neuen joboptions die
Ressourcen des Distillers wesentlich effektiver als bisher,
was sich i.d.R. durch einen deutlichen Geschwindigkeitsgewinn
bemerkbar macht. Das funktioniert unter Mac-OS genauso wie
unter Windows ohne negative Nebeneffekte. Stoppen Sie doch
einfach mal die Zeit mit unseren bisherigen und den neuen
joboptions. Sie werden begeistert
sein.
Sie
sehen also, dass es drei gute Gründe gibt, auch die joboptions
zu aktualisieren. Wir empfehlen daher grundsätzlich jedem
Anwender, nur noch die neuen joboptions einzusetzen. Die
Optimierungen gelten für die Distiller-Versionen 6, 7 und
8.
Tip:
Wenn Sie im Zuge des Updates auf die Creative Suite 3 auch von
Acrobat 7 auf Acrobat 8 updaten, dann räumen Sie doch nach dem
Update Ihren alten Distiller-7-Settings-Ordner auf und löschen
die alten joboptions. Da Acrobat 8 einen anderen Speicherpfad
für die joboptions nutzt, bietet sich dieser Schritt an, da
Sie sonst in InDesign auch immer noch die alten joboptions aus
Distiller 7 sehen werden. Die genauen Speicherorte der
jeweiligen Programmversionen finden Sie wie immer in den
entsprechenden Textdateien unserer PDF-Toolbox im Downloadbereich.
Zum Dritten: Neues
ECI-RGB-Farbprofil und angepasste
Farbsettings
Nachdem die ECI neue ISO-Profile für den
CMYK-Farbraum veröffentlicht hat, wurde vor kurzem auch ein
neues Farbprofil für den RGB-Farbraum publiziert, das sog.
ECI-RGB. Dieses liegt nun in einer überarbeiteten Fassung vor
und trägt den Namen "eciRGB_v2.icc". Die wichtigsten Merkmale
der v2=Version 2 in Kurzform:
-
visuelle Gleichabständigkeit = weniger
Umrechnungsverluste
-
Gamma 1.8 wird durch L*-Charakterisierung abgelöst = Gefahr
von Abrissen in den Tiefen wird
verringert
-
durch Farbraumkonvertierungen verursachte Fehler (z.B. Banding
oder Farbkipper) werden auf das aktuell technisch möglichste
Minimum reduziert
- Der
Farbumfang (Gamut) des eciRGB_v2-Profils wie auch dessen
Weißpunkt sind mit dem ursprünglichen eciRGB 1.0 Profil
identisch
Die
ECI empfiehlt generell bereits bei der Datenerstellung mit dem
neuen Profil zu arbeiten. Von einer Umkonvertierung von
eciRGB_v1 zu eciRGB_v2 wird jedoch ausdrücklich abgeraten, da
jegliche Art von Konvertierung zwischen Farbräumen zu
Verlusten führt. Mehr
Informationen auf der Homepage der ECI.
Das
neue Profil liegt in zwei Versionen vor. Einmal in der
"herkömmlichen" Variante und einmal in der neueren Variante
gemäß der ICC-v4-Spezifikationen. Ersteres sollte
grundsätzlich zu allen verfügbaren Applikationen kompatibel
sein, letzeres ist nur in Applikationen verwendbar, die den
neuen ICC-v4-Standard unterstützen (z.B. CS2+3). Zum
gegenwärtigen Zeitpunkt spricht noch recht wenig für den
Einsatz der neueren Variante und genauso wenig gegen den
Einsatz der herkömmlichen
Variante.
Eine Anpassung der bestehenden Farbsettings
für die Creative Suite finden Sie natürlich auch in unserer
PDF-Toolbox für die beiden Standardfarbräume ISOcoated und
ISOuncoated. Die csf-Dateien sind sowohl für die CS 2 als
auch die CS 3 geeignet. Beachten Sie aber bitte die separaten
Farbeinstellungsdateien für InDesign mit dem Namenzusatz
"_ID". Auch hier verwenden wir in InDesign separate Settings,
um dem Verhalten von InDesign Rechnung zu tragen und eine
ungewollte CMYK-zu-CMYK-Transformation zu
vermeiden.
Nutzen Sie den Umstieg von CS 2 auf CS 3 auch
für die Anpassung und Aktualisierung der joboptions und
Farbsettings, um up-to-date zu
bleiben.
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