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Klimaneutrales Drucken

Der Klimawandel ist allgegenwärtig. Bilder und Nachrichten über Naturkatastrophen, die dem Treibhauseffekt zugeschrieben werden rücken in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Die sozialen und ökologischen Folgen einer ungebremsten Erderwärmung bergen hohe Risiken und werden enorme Kosten verursachen. Abgesehen von rasant steigenden Energiepreisen, gewinnt eine umwelt- und ressourcenschonende Produktion deshalb für Wirtschaft und Industrie immer mehr an Bedeutung.
- Was bedeutet klimaneutrales Drucken?
- Wie funktioniert ein CO2-Rechner?
- Wer sind die Partner?
- Welches sind die Projekte?
- Wo ist der Nutzen für mein Unternehmen?
1. Was bedeutet klimaneutrales Drucken?
Für die Atmosphäre unserer Erde spielt es keine Rolle, an welchem Ort des Planeten CO2 in die Luft geblasen wird. Daher schützt es das Klima genauso viel, wenn eine Tonne CO2 in Indien eingespart wird statt in Deutschland. Der Grundgedanke der Kompensation ist daher, den Ausstoß einer bestimmten Menge an Treibhausgasemissionen, der hierzulande nicht vermieden werden kann, an einem anderen Ort der Welt zu verhindern. Zu diesem Zweck gibt es Projekte, die zum Beispiel in Indien einen Windpark bauen, wo ursprünglich ein Kohlekraftwerk geplant war.
Ruth Printmedien bietet Ihnen die Möglichkeit, sich aktiv für den Klimaschutz zu engagieren. Wir errechnen für Ihren Druckauftrag die produktionsbedingten klimaschädlichen Emissionen und gleichen für Sie wenn gewünscht die nicht weiter reduzierbaren Emissionen mit Hilfe von Klimaschutzprojekten aus. Dazu werden für die verursachten CO2-Emissionen entsprechende Zertifikate aus Klimaschutzprojekten erworben. Druckprodukte, für die Zertifikate erworben wurden, dürfen mit dem Zeichen „Print CO2 kompensiert“ ausgewiesen werden.
Auf politischer Ebene hat dies bereits zu Lob und Anerkennung geführt. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel begrüßt die Initiative ausdrücklich und empfiehlt sie als Vorbild.
2. Wie funktioniert ein CO2-Rechner?
Das Verfahren funktioniert in drei Schritten:
CO2 ermitteln, CO2 vermeiden, CO2 kompensieren.
- CO2 ermitteln:
Bei jeder Produktion eines Druckproduktes entsteht CO2; bei der Herstellung von Druckplatten, Papier und Farbe, dem Transport und dem eigentlichen Druckprozeß.
Zur Berechnung, welche Emissionen durch einen Druckauftrag erzeugt werden, wird ein sog. CO2-Rechner genutzt, der nicht nur Produktionsfaktoren wie Energie, Farbe und Papier berücksichtigt, sondern auch Daten für Reinigungsmittel, Transport und Personal einschließt. Das Ergebnis ist die Menge an CO2-Emissionen in Tonnen für die gesamte Wertschöpfungskette Ihres individuellen Druckproduktes.
Dieser CO2-Rechner ist neutral und wurde vom Bundesverband Druck und Medien gemeinsam mit einem renommierten Ökoinstitut und dem Bundesumweltmisterium entwickelt. Die Bilanzierungsparameter des CO2-Rechners wurden gewissenhaft ausgearbeitet und mit Wissenschaft und Politik abgestimmt. So ist sichergestellt, dass der CO2-Rechner auf seriöse und valide Daten zugreift und verwendet. Zugangsvoraussetzung zu dem Rechner ist die Teilnahme an einer Schulung, bei der die komplexen Zusammenhänge der Bilanzierung sowie die einzelnen Rechenparameter erläutert werden.
- CO2 vermeiden:
Betriebe, die den CO2 -Rechner im Rahmen des Klimamodells einsetzen möchten, müssen sich neben der Schulungsmaßnahme auch dazu bereit erklären, ihre Energieeffizienz zeitnah überprüfen zu lassen.
Ruth Printmedien hat sämtliche Schulungs- und Zertifizierungsmaßnahmen bereits 2008 erfolgreich abgeschlossen.
- CO2 kompensieren:
Sie können den bilanzierten CO2-Wert Ihres Druckauftrages kompensieren, indem Sie für die verursachten CO2-Emissionen entsprechende Zertifikate aus Klimaschutzprojekten erwerben. Die Kosten dafür betragen ca. 1 % des Auftragwertes Ihres Druckprodukts und Sie erhalten für jeden Auftrag ein individuell erstelltes Zertifikat.

Druckprodukte, für die Zertifikate erworben wurden, dürfen mit dem Zeichen „Print CO2 kompensiert“ ausgewiesen werden:
3. Wer sind die Partner?
„Print CO2-geprüft" ist die Klimainitiative der Druck- und Medienverbände, so dass mittelständische Druck- und Medienbetriebe die Möglichkeit erhalten, sich aktiv für den Klimaschutz zu engagieren.
Die Zertifikate werden von First Climate ausgestellt. First Climate ist eines der führenden CO2-Asset-Management-Unternehmen in Europa, das weltweit im Markt für Emissionszertifikate aktiv ist. Mit First Climate wurde ein erfahrener und verlässlicher Vertragspartner für hochwertige Klimaschutzprojekte gefunden, der zudem eine kleinteilige und auftragsbezogene Zeichnung von Zertifikaten für Druckproduktionen ermöglicht.
4. Welches sind die Projekte?
CO2 wirkt als schädliches Treibhausgas global und unabhängig davon, wo es produziert wurde. Deshalb wirken Kompensierungsmaßnahmen ebenso global. So ist es möglich, dass in Deutschland nicht weiter vermeidbare CO2-Emisssionen mit Projekten in Schwellen- oder Entwicklungsländern ausgeglichen werden können.
Die im Rahmen des Klimaschutzmodells angebotenen CO2-Minderungszertifikate investieren in Projekte zur Förderung erneuerbarer Energien. Es handelt sich dabei um „Gold Standard“ Projekte, die auch die soziale und wirtschaftliche Situation der Projektregionen verbessern. Der Gold Standard ist der weltweit angesehenste Standard für nachhaltige Emissionsreduktionen und wird vom WWF unterstützt. Zum Ausgleich der Treibhausgasemissionen im Rahmen des Klimaschutzmodells Druckindustrie, werden Zertifikate aus folgenden Gold Standard Projekten angeboten:

Turkey: Wind Power Project in the Region of Marmara
India: Bundled wind farm project in Maharashtra State
India: Household Biogas Plant Project
5. Wo ist der Nutzen für mein Unternehmen?
Viele Fragen, die den Klimawandel betreffen, sind noch offen und werden zum Teil kontrovers diskutiert. Engagement für den Klimaschutz ist keine kurzfristige Marketingstrategie, sondern verlangt vielmehr die langfristige und konsequente Einbindung in die eigene Firmenphilosophie.
Klimaschutz geht uns alle an. Aber auch ganz speziell für Ihr Unternehmen bieten sich viele Vorteile:
Sie erhalten seriöse Angaben zu den CO2-Emissionen Ihrer Druckaufträge, um diese in Ihre Klimabilanzen einzufügen.
Durch das Zeichen „Print CO2 kompensiert“ dokumentieren Sie direkt in Ihrer Drucksache klimafreundliches Handeln.
Klimaschutz sollte natürlich hauptsächlich für die Umwelt praktiziert werden, aber auch das Image Ihres Unternehmens profitiert davon.
Jeder kann etwas für die Umwelt tun – jetzt.
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